Unsere Konzeption

Unsere Konzeption wurde von allen Mitarbeitern der Kindertagesstätte erarbeitet.
Sie trägt die individuelle Handschrift aller Beteiligten, doch ist sie nie "ganz fertig",
da wir uns immer nach den Bedürfnissen unserer Kinder weiter entwickeln :-).

 

Vorstellung der Einrichtung

 

Die evangelische Kindertagesstätte Bethanien ist eine fünfgruppige Einrichtung für Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren, die der Kindergartengemeinschaft des evangelischen Kirchenkreises Bochum angehört. Wir befinden uns mitten im Stadtteil von Bochum-Gerthe. Auf dem Grundstück der ehemaligen Bergbauvilla, die in den letzten Jahrzenten die Kinder und das Team beherbergte, ist im Jahre 2019 ein neues, nach den aktuellen Standards und Richtlinien entworfenes, zweigeschossiges Gebäude errichtet und eingeweiht worden. Durch die dabei geschaffene Barrierefreiheit ist es möglich integrativ zu arbeiten. Unsere Kita liegt zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.


Bochum Gerthe hat sich von einem ehemaligen klassischen Bergarbeitervorort zu einem attraktiven Wohngebiet für junge Familien entwickelt. Nahe gelegene Waldgebiete, u.a. der Gysenbergpark, laden zu Ausflügen und Spaziergängen ein. Daher bestehen neben dem ansprechenden Außengelände der Einrichtung viele Möglichkeiten für die Kindertageseinrichtung Außenaktivitäten zu nutzen.


Neben den großflächigen und hellen Räumlichkeiten des Neubaus bietet unser Außengelände viel Platz für Bewegung und Spiel. Dieses sehen wir als zusätzlichen Bildungsraum an, der bei fast jedem Wetter ausgiebig genutzt wird.

 

Pädagogisches Leitbild


Das Leitbild veranschaulicht Mitarbeitenden, Eltern, Kooperationspartnern und der Öffentlichkeit die Ziele und Werte der Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises Bochum. Es beschreibt, welche Grundsätze und Wertvorstellungen das pädagogische Handeln in unseren Kindertageseinrichtungen bestimmen.


Wir nehmen den diakonischen und verkündigenden Auftrag der Kirche wahr. Die im Grundgesetz verankerten humanistischen Werte im Zusammenleben aller Menschen werden respektiert. Wir vermitteln den Kindern die Liebe Gottes ganzheitlich.


Die kirchliche Grundlage für die Trägerschaft ist verankert in der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen und der staatliche Auftrag der Einrichtungen ist formuliert im Kinderbildungsgesetzt (KiBiz) des Landes NRW. Unsere evangelischen Kindertageseinrichtungen nehmen die in der UN Kinderrechtskonvention formulierten Kinderrechte ernst.

 

Ziele

Das Selbstverständnis, der religionspädagogische Auftrag, die Handlungsfelder und die Wertvorstellungen, die unseren Leistungen zugrunde liegen, sind schriftlich dargelegt. Das Leitbild bestimmt das Verhalten und Handeln der Leitungskräfte und der Mitarbeitenden. Die Konzeption und das Qualitätsmanagementhandbuch basieren auf den Inhalten des Leitbildes. Träger und Leitung sind verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung des Leitbildes in der Alltagspraxis und üben eine Vorbildfunktion für die Mitarbeitenden aus.


Qualitätskriterien
Christliches Menschenbild

Das Handeln des Trägers und der Mitarbeitenden orientiert sich am christlichen Menschenbild mit seinen Facetten des Angenommen- und Angewiesenseins, des Gelingens und Scheiterns, und dem Respekt vor der Würde des Einzelnen.

Das Kind und seine Familie

Im Mittelpunkt steht das Kind: In unseren Kindertageseinrichtungen wird jedes Kind und seine Familie als Geschöpf Gottes respektiert und geachtet. Hier erlebt es, dass Gott uns Menschen annimmt – unabhängig von unserer sozialen, kulturellen und religiösen Herkunft – und uns beschenkt mit allen Gaben und Begabungen, die wir zur Entfaltung und Gestaltung unseres Lebens benötigen.

Recht auf Religion
Kinder haben ein Recht auf Religion. Wir begleiten Kinder in ihrer religiösen Entwicklung, eröffnen ihnen den Zugang zu Inhalten und Ausdrucksformen des christlichen Glaubens und ermöglichen den Kindern sinnstiftende Deutungen ihrer selbst und ihrer Umwelt. Wir verstehen uns im Sinne eines offenen Angebots als Orte evangelischer Bildung.

Offenheit, Respekt und Achtung
Träger und Mitarbeitende begegnen Kindern und Eltern auch anderer Religionen mit Offenheit, Respekt und Achtung. Wir bieten die Möglichkeit, gemeinsam über Glaubensfragen zu sprechen.

Wertschätzung und Anerkennung
Die Mitarbeitenden bringen den Kindern und Eltern sowie Kooperationspartnern Wertschätzung und Anerkennung entgegen. Ihr Umgang ist durch Freundlichkeit und persönliche Ansprache geprägt.

Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Unsere Kindertageseinrichtungen setzen sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ein. Das prägt ihren pädagogischen Alltag, das Miteinander von Mitarbeitenden, Kindern und Eltern und den Umgang mit endlichen Ressourcen.

Teil der Kirchengemeinde
Die Kindertageseinrichtungen sind Teil der evangelischen Kirche, ins besondere ihrer Kirchengemeinde. Die Kinder und Eltern erleben unsere Gemeinden als diakonische, verkündigende, kommunikative und feiernde Gemeinde. Leitung und Mitarbeitende zeichnen sich durch eine fachliche Kompetenz mit einer christlichen Grundhaltung aus.

Teil des Gemeinwesens
Unsere Kindertageseinrichtungen sind Teil des Gemeinwesens, in dem Kinder und Erwachsene gemeinsam leben und lernen. Der Träger fördert ihre Vernetzung mit allen für sie relevanten Arbeitsbereichen.

Qualitätsmanagement
Der Träger verantwortet das Qualitätsmanagement, deren Qualitätsentwicklung und -sicherung. Er unterstützt eine qualitativ gute Arbeit durch Fachberatung, die den Träger und die Kindertageseinrichtungen berät und unterstützt.

 

Das Bild vom Kind


Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen, Stärken und Vorlieben mit seiner ganz persönlichen Geschichte und einem eigenen Charakter, der vom Elternhaus und sozialen Umfeld geprägt wird.

„Ich bin einzigartig,
so gedacht,
so gewollt.
Meine Aufgabe ist es,
mich zu entdecken,
mich zu entfalten,
ich zu werden,
ich zu sein.“
(M. Feigenwinter)

 

Einrichtungsstruktur


Öffnungszeiten: 7.00 bis 16.00 Uhr

  5 Plätze von 7.30 bis 12.30 Uhr (25 Std. Woche)

45 Plätze von 7.00 bis 14.00 Uhr (35 Std. Woche)

45 Plätze von 7.00 bis 16.00 Uhr (45 Std. Woche)

Altersstruktur:
Gruppe       1: 12 Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren (Gruppenform 2)

Gruppe 2 & 3: je 20 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren (Gruppenform 1)
                         (davon jeweils 6 Kinder unter 3 Jahren)

Gruppe 4 & 5: je 23 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren (Gruppenform 3)

Eine Gruppe von 1 bis 3 Jahren, zwei Gruppen von 2 bis 6 Jahren sowie zwei Gruppen von 3 bis 6 Jahren.

 

Vorstellung des Teams


Zu unserem Team gehören:

·       Leitung der Einrichtung (39 Stunden)

·       1 Erzieherin als Springerkraft (39 Stunden)

·       1 Erzieherin als Springkraft (25 Stunden)

·       1 Integrationsfachkraft (27 Stunden)

Gruppe 1 (1 bis 3 Jahre):

·       2 Erzieherinnen (39 Stunden)

·       1 Erzieherin (25 Stunden)

Gruppe 2 (2 bis 6 Jahre):

·       2 Erzieherinnen (39 Stunden)

Gruppe 3 (2 bis 6 Jahre):

·       2 Erzieherinnen (39 Stunden)

Gruppe 4 (3 bis 6 Jahre):

·       1 Erzieherin (39 Stunden)

·       1 Kinderpflegerin (39 Stunden)

Gruppe 5 (3 bis 6 Jahre):

·       2 Erzieherinnen (39 Stunden)

·       1 Erzieher (33 Stunden)

Das Team nimmt regelmäßig an aktuellen Fortbildungen teil, sodass auf einen großen Erfahrungsschatz in der pädagogischen Arbeit zurückgegriffen werden kann und sich diese stets an den aktuellen Forschungen orientiert. Weiterbildungen, unter anderem zum Marte Meo Practitioner sowie zur Inklusionsfachkraft sind einige Besonderheiten, die Teammitglieder absolviert haben.

·       PraktikantInnen

 

·       Küchenkraft (10 Stunden)

 

·       Zwei Reinigungskräfte (19 Stunden sowie 20 Stunden)

 

·       Hausmeister (1.5 Stunden)

 

·       Ehrenamtler

 

Konzept der offenen Arbeit


Unsere Einrichtung arbeitet nach dem Konzept der offenen Arbeit, welches sich an den Ansätzen von Gerhard Regel und Axel Jan Wieland sowie dem situativen Ansatz nach Krenz orientiert. Offene Arbeit bedeutet, sich auf einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess einzulassen sowie „die Eigenständigkeit des Kindes liebevoll zu respektieren und dem Kind in einer vorbereiteten Umgebung zu ermöglichen, sich nach seinen Bedürfnissen und Neigungen zu entwickeln“.

Die Kinder verfügen über vielschichtige Entscheidungsfreiheiten und lernen eigenständig und selbstbewusst ihren Spielbereich und Spielpartner zu wählen. Sie sind partizipativ in das Kitageschehen eingebunden und ihre Interessen dienen uns als Wegweiser für die Ausgestaltung von Angeboten und alltagsintegrierten Impulsen. Die Spiel- und Lernprozesse werden bei den Kindern dadurch individuell gestärkt. Durch die Entscheidungsfreiräume gewinnen die Kinder wichtige Kompetenzen, die sie in ihrer Entwicklung unterstützen.

Die offene Arbeit bietet den Kindern vielfältige Freiräume. Besonders in der morgendlichen Bringzeit und dem gemeinsam gestalteten Morgenkreis verschafft die eigene Stammgruppe mit konstanten BezugserzieherInnen Struktur und Sicherheit im freien alltäglichen Geschehen. Die Kinder haben im gesamten Tagesablauf die Möglichkeit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Interessen selbst nach zu gehen.

So können die Kinder in der ganzen Einrichtung Spielorte, -partner und Materialien bzw. Angebote der pädagogischen Fachkräfte selbst wählen.

Die Räume sind vielfältig nach den unterschiedlichen Bildungsbereichen gestaltet. So können die Kinder jederzeit ihre eigenen Interessen entwickeln und entfalten, eigene Ideen konstruieren und ihr Vorhaben umsetzen. Entscheidungsfreiräume der Kinder bedeutet nicht, Kindern alle Entscheidungen zu überlassen und Verantwortung an sie vollständig zu übertragen. Die Erwachsenen setzen weiterhin den Rahmen, indem sich die Kinder bewegen.

Unsere Kita ist ein Ort der Lebensfreude und des Abenteuers. Die Kinder sind die Hauptpersonen, ihr Handeln und ihre Bedürfnisse geben den Ausgangspunkt für unsere pädagogische Arbeit.

 

Grundlage für die Bildung der Kinder ist die Bildungsvereinbarung NRW mit folgenden Bildungsbereichen und den dazugehörigen Selbstbildungspotentialen:

Über die:

·       Körpersinne

·       Fernsinne

·       Gefühle

Durch:

·       Eigenkonstruktion

·       Fantasie

·       Sprachliches Denken

·       Naturwissenschaftliches logisches Denken

Je mehr Sinneswahrnehmungen das Kind machen kann, desto effektiver lernt es. Kinder lernen durch ihr eigenes Tun und Handeln, sie erarbeiten sich ihre Kenntnisse durch eigenes Forschen und Entdecken. Eigene Erfahrungen sind daher sehr wirksam. Ein Kind kann nur entsprechend wie in Abhängigkeit seines Entwicklungsstandes, seinen bisherigen Erfahrungen sowie Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten lernen. Das Lernen findet somit sehr individuell je nach eigenen Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes an dessen Lebensumwelt statt.

 

Die Bildungslandkarte
 


Raumangebot


Die Kindertageseinrichtung Bethanien beherbergt im ihrem Neubau fünf Gruppen auf zwei Etagen.
Im Erdgeschoss befindet sich die Eingangshalle mit Rezeption sowie der Infowand, die Küche und das Café. Die Toiletten für die Erwachsenen sowie das behindertengerechte WC, das Büro der Kitaleitung und der Heizungsraum liegen angrenzend. Von der Eingangshalle ausgehend erstreckt sich der lange Flur bis in den hinteren Bereich der Einrichtung. Davon ausgehend befinden sich der Rollenspielbereich mit angrenzender Bibliothek, der Bauraum, ein Ruheraum sowie zwei Waschräume, ein Wickelraum und Garderoben für die Kinder im ersten Flurabteil. Im hinteren Teil des Erdgeschosses findet die Gruppe der 1 bis 3-Jährigen Kinder eine große Fläche für sich vor. Vom großzügigen Gruppenraum gehen der Schlafraum sowie zwei Nebenräume (derzeit das Atelier sowie der Bewegungsraum) ab. Ein eigener Waschraum sowie Wickelraum und die Garderobe runden die eigenen Räumlichkeiten ab. Eine Nische im hinteren Gebäudebereich wird für die religionspädagogische Arbeit genutzt. Über das Treppenhaus bzw. den Aufzug wird der Zugang zum Obergeschoss ermöglicht.
Das großflächige Foyer des OG wird als Spielfläche sowie Einnahme des Mittagessens genutzt. Davon abgehend befinden sich der Teamraum, eine weitere Küche, zwei Erwachsenen-WCs sowie die Bewegungshalle im vorderen Bereich. Ein ebenfalls langer Flur führt an dem Technik- sowie Hauswirtschaftsraum vorbei zum Atelier mit Materialraum sowie einem Nebenraum für handwerkliche Tätigkeiten der Kinder und zur Lernwerkstatt mit Nebenraum mit Leseecke und Nähbereich. Neben den drei Garderobenbereichen stehen den Kindern im Obergeschoss zwei Waschräume, ein Wickelraum sowie ein weiterer Ruheraum zur Verfügung.

 

Wir verfügen über eine umfangreiche Gartenfläche mit altem Baumbestand, die sich hinter dem Kindergartengebäude befindet. Integrierte Sandkästen, ein Klettergerüst mit Turnstangen, Schaukel, Kletternetz sowie Hängematte, eine große mehrstufige Terrasse mit Wasseranschluss sowie drei Spielhäusern bieten viel Bewegungs- und Beschäftigungsfläche. Spielgeräte, u.a. Fahrzeuge, Sandspielzeug, Wippen sind in unserer Holzlaube untergebracht und werden täglich intensiv genutzt. Daneben bietet uns die zu unserem Grundstück zugehörige große Rasenfläche sowie die komplett überdachten Zuwege weiteren Freiraum.

 

Tagesgestaltung

 

Von 7.00 Uhr bis 9.00 Uhr werden die Kinder in die Kindertageseinrichtung gebracht. Die Kinder werden morgens in ihren jeweiligen Stammgruppenräumen betreut. Um 9.00 Uhr findet in allen Stammgruppen der Morgenkreis statt.


Morgenkreis

Der Morgenkreis findet auf Gruppenebene täglich in der Zeit von 9.00 Uhr-9.20 Uhr nach festgelegten Ritualen statt. Ein Kind übernimmt die Leitung des Kreises. Durch das Läuten einer Glocke werden die anderen Kinder zum Kreis eingeladen. Der/ die Morgenkreisleiter/in stellt die Tageskerze in die Mitte und zündet diese an. Der Kalender wird aktualisiert und ein eigens ausgewähltes Begrüßungslied gesungen. Im Anschluss wird die Anwesenheit der Gruppenmitglieder überprüft und zur Erzählrunde eingeladen, in der die Kinder eigene Wünsche, Ideen sowie Kritik einbringen oder Erlebtes schildern können.
Die Morgenkreiszeit bietet auch den Raum, gemeinsam das Regelwerk aufzustellen und gemeinsam nach Konfliktlösungen zu suchen.
Nach dem Morgenkreis sind alle Räumlichkeiten mit ihren Bildungsbereichen sowie das Außengelände geöffnet. Um 14.30 Uhr findet ein gemeinsamer Snack mit aufgeschnittenem Obst und Gemüse statt. Ab dieser Zeit ist die Einrichtung bis 16.00 Uhr für die Abholung der Kinder für die Eltern geöffnet.


Frühstück

In der Zeit von 07.00 Uhr–10.30 Uhr können die Kinder selbst entscheiden, wann sie sich im Café zum Frühstück einfinden möchten. Die Kinder bringen von zu Hause ein gesundes Frühstück mit. Die gemeinsame Zeit wird für intensive Tischgespräche mit Spielpartnern und der zuständigen Erzieherin genutzt. Das frisch aufgeschnittene Obst und Gemüse wird unter Mithilfe der Kinder neben den eigenen mitgebrachten Speisen zum Verzehr angeboten.


Freispielphase

Die wichtigste Zeit des Tages ist die Freispielzeit. Sie gibt den Kindern die Gelegenheit, das Spiel nach eigenen Interessen und Neigungen zu gestalten. Freispiel heißt freies Wählen von Spielhandlung,-verlauf,-partner,-dauer,-material und Art und Ort des Spieles. In unserer Einrichtung nimmt das Freispiel eine entscheidende Rolle ein. Die Kinder benötigen viel Zeit und Raum, eigene Ideen zu entwickeln und diese auszuleben. Das Kind hat während der Freispielphase die Gelegenheit zum Schaffen und Gestalten, zum Betrachten, Nachmachen und Selbsterfinden, zum Entdecken und Erkennen. Während der freien Zeit werden kontinuierliche Aktivitäten vom Team angeboten, u.a. Kochen und Backen (mittwochs), Tanz & Yoga (donnerstags) die Hallo-Gott-Runde (freitags) sowie flexible Angebote, u.a. Spiel- & Singkreise. Nach dem Morgenkreis ab 9.20 Uhr stehen alle Räume, das Café, der Flur sowie und das Außengelände frei zur Verfügung. Im Freispiel werden Angebote für den jeweiligen Entwicklungsstand angeboten. Anschließend folgt bis zur ersten Abholphase und Essenszeit eine weitere Spielzeit auf dem Außengelände oder es kann in Bildungsräumen weitergespielt werden.

 

Mittagessen
Alle Kinder, die einen 35 Stunden sowie 45 Stunden Platz belegen, erhalten ein frisches warmes Mittagessen, welches uns vom Cateringservice Rebional geliefert wird. Dieses wird erst in unserer Einrichtung fertig gegart, sodass die Nährstoffe erhalten bleiben. Die Mittagszeiten sind in zwei Zeiten unterteilt – die 35 Stunden Kinder essen um 11.30 Uhr, während die 45 Stunden Kinder um 12.30 Uhr ihr Essen einnehmen. In der gemeinsamen Mittagszeit wird dreimal wöchentlich Vegetarisches sowie jeweils einmal pro Woche Fisch sowie Fleisch (kein Schwein) verzehrt. Die Kinder bedienen sich an den jeweiligen Lebensmitteln eigenständig und werden von konstanten Erzieherinnen begleitet. Dabei wird die Esskultur miteinander erlebt, Tischgespräche geführt sowie den Kindern ermöglicht, beim Tisch decken sowie abräumen behilflich zu sein. Nach der gemeinsamen Mittagszeit haben die Kinder die Möglichkeit sich mit einer Kollegin im Ruheraum einzufinden und auszuruhen. Ansonsten stehen das Außengelände bzw. die Räumlichkeiten zum weiteren Spiel zur Verfügung.

 

Partizipation


Wir haben es uns in der pädagogischen alltäglichen Arbeit zur Aufgabe gemacht, die Partizipation (Mitbestimmung) der Kinder weiter zu stärken und voranzutreiben. Wir unterstützen die Kinder in der Entwicklung seiner Persönlichkeit, indem wir ihm Raum, Zeit und eine vorbereitete Umgebung für selbständiges Erkunden, Experimentieren und Gestalten geben. Wir geben die Rahmenbedingungen vor und gestalten individuell und partnerschaftlich mit den Kindern den Alltag. Wir begleiten die Entwicklung der Kinder, sind achtsame Beobachter, Impulsnehmer-und geber sowie Ansprechpartner. Wir agieren situationsorientiert und legen sehr viel Wert auf Partizipation der Kinder. Partizipation bedeutet "Beteiligung" im Sinne von Mitwirken, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Partizipation heißt auch Planungen und Entscheidungen über alle Angelegenheiten, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für anstehende Fragen und Probleme zu finden. Dabei wird der Oberbegriff als „Kinderstube der Demokratie“ gesehen und gelebt. Die Kinder lernen ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, Ideen zu entwickeln, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten und diese bei ihren Spielpartnern zu respektieren. Selbstbewusstsein, konstruktive Problembehebung und die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, sind elementar für das spätere Leben. Die partizipative Arbeit ist eng mit dem offenen Konzept mit seinen Bildungsbereichen verknüpft.

Welche Formen von Partizipation gibt es und wo dürfen die Kinder mitbestimmen?

Mitbestimmung:
o Mittagessen (Was soll zubereitet werden?)
o Frühstückszeit (Wann möchte ich frühstücken?)
o Spielzeit (Mit wem, wo und wie lange möchte ich spielen?)
o Regeln (Welche Regeln sollten verändert, neu formuliert oder aufgehoben werden?)

 

Alleinbestimmung:

o Grundbedürfnisse (Toilettengang, Durst/ Hunger, Nähe-Distanz,…)
o Teilnahme an Aktivitäten (Möchte ich daran teilnehmen?)

 

Ausschluss der Partizipation der Kinder:
Finanzen, Sicherheit, Personelle Angelegenheiten, Mittags-/Abhol- und Ruhezeit

 

Umsetzung in unserer Kindertageseinrichtung:


„Du bist gleichwertig!“ - diese Haltung und Ernsthaftigkeit, die wir den Kindern in der pädagogischen Arbeit entgegen bringen, verhilft im gemeinsamen Diskurs dazu, Partizipation in der Kita bewusst zu leben. Regelmäßige Reflexionen und Evaluation sorgen für eine professionelle Weiterentwicklung. Wir geben den Kindern die Zeit sich frei zu entfalten und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Die Grundbedürfnisse der Kinder werden kompromisslos respektiert. Das gleiche gilt für die Intimsphäre sowie für das individuelle Nähe-Distanzverhalten. Nichtsdestotrotz werden normale Umgangsformen und Manieren der Gesellschaft an die Kinder weitergegeben (Beispiel: Begrüßung/Verabschiedung). Durch das Bestimmungsrecht wird ihnen eine große Wertschätzung zu Teil. Die eigenen Portfolio-Ordner sowie Schrankfächer dürfen von den Erzieherinnen nur unter Zustimmung der Kinder bearbeitet bzw. sortiert werden. Im täglich stattfindenden Morgenkreis wird das Geschehen in der Kita gemeinsam besprochen und Probleme, Anlässe & Co. demokratisch verhandelt. Während der Eingewöhnungsphase im offenen Konzept gehen die neuen Kinder ihren Weg selbstständig und finden neben ihrer Bezugserzieherin den Kontakt zu weiteren Teammitgliedern. So können sie bspw. Entscheiden, wer in schwierigen Situationen hilft, bei kleinen Missgeschicken die Kleidung/ Windel wechselt usw. Um die offene Arbeit verstärkt auf die Bedürfnisse der Kinder abzustimmen und ihnen größtmögliche Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, sind die Räumlichkeiten in Bildungsbereiche unterteilt. Das ganzheitliche Lernen wird noch umfassender gefördert und neue Inspirationen und Möglichkeiten finden in den Räumlichkeiten Platz (bspw. eigene Entwerfung von Kostümen, Kombination Werken/ Bauen, ruhigere Auseinandersetzung mit Zahlen und Buchstaben, mehr Bewegung im Innenbereich durch unsere Turnhalle…).

 

Geburtstage


An diesem besonderen Tag können die Kinder einen Kuchen oder Obst- und Gemüsesnack mit in die Einrichtung bringen, die gemeinsam bei der Geburtstagsfeier im Morgenkreis ihrer Stammgruppe verzehrt wird. Eine Erzieherin bereitet auf Wunsch des Kindes eine Geburtstagskrone oder Stirnband vor. Das Geburtstagskind sitzt mit zwei selbst ausgewählten Gästen an einem Tisch, der mit Kerzen und Tischschmuck gedeckt ist. Das Kind sucht sich aus der Geburtstags-Schatztruhe ein kleines Geschenk aus. Es werden gemeinsam Geburtstagslieder für das Ehrenkind gesungen sowie nach eigenen Wünschen ein gemeinsames Spiel gespielt.

 

Schultütenclub

 

Der Schultütenclub ist eine Intensivgruppe der 5-6jährigen Kinder. Sie finden sich in einer Kleingruppe zusammen, sodass wir individueller und verstärkter auf einzelne Themen eingehen können. Zu diesen bestimmten Themen führen wir mit den Kindern die unterschiedlichsten Aktivitäten durch, die mit einer Gesamtgruppe in diesem Rahmen nicht möglich wären. Unser Ziel ist es nicht, Lerninhalte der Grundschule vorweg zu nehmen, sondern den Kindern elementare Voraussetzungen für das Lernen und das soziale Miteinander zu vermitteln. Ihre Kinder dabei individuell zu fördern und das Sozialverhalten zu stärken, um die nötige Schulreife erlangen zu können, ist unser Hauptziel.

Folgende Themen werden angeboten:
• Selbstwahrnehmung
• Mein Körper
• Gesunde Ernährung
• Formen/Farben/Mengen
• Verkehrserziehung
• Mini-Sportabzeichen etc.

Besuche bei:
• Sparkasse
• Polizei
• Polizeipuppenbühne
• Feuerwehr
• Zahnarzt etc.

 

Religionspädagogik


Wir legen Wert auf eine, in den Alltag integrierte, religionspädagogische Arbeit. Voraussetzung hierfür ist der liebevolle, achtsame und verantwortungsvolle Umgang miteinander. Religion wird in unserer Einrichtung zum einen alltäglich gelebt zum anderen durch die Gestaltung und Teilnahme an Gottesdiensten wie Advent, Heiligabend, Ostern etc. belebt. Während unserer täglichen pädagogischen Arbeit singen wir mit den Kindern religiöse Lieder und hören christliche Gebete. Wir thematisieren biblische Geschichten, besprechen christliche Feste und lernen andere Religionen kennen und achten.
Bildung in Kindertageseinrichtungen benötigt Religion, da religiöse Bildung eng mit allen anderen Bildungsaufgaben zusammenhängt und die pädagogische Ausgestaltung von Einrichtungen die Berücksichtigung von Religion erfährt.
Die Bildungsbedeutung von Religion lässt sich in mehreren Hinsichten verdeutlichen:

• Sprachliche und kognitive Bildung durch biblische bzw. religiöse Geschichten
• Emotionale Bildung durch die Verbundenheit mit Gott und anderen Menschen
• Soziale Bildung durch religiös ausgestaltete Gemeinschaftserfahrungen und gemeinschaftliche Rituale
• Ethische Bildung durch religiös begründete Werte wie Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität
• Ästhetische Bildung durch religiöse Lieder und Musik, Symbole und künstlerische Ausdrucksformen

 

Zusammenarbeit mit den Eltern


Die Zusammenarbeit mit unseren Eltern ist neben der Arbeit mit dem Kind – eine der wesentlichsten und mitunter anspruchsvollsten Aufgaben. Diese ist geprägt von einem hohen Maß an Interaktion, einem ständigen Dialog zwischen den Eltern und uns Fachkräften. Sie stellt sich als Prozess dar, der zum Wohle des Kindes von beiden Seiten aufrechterhalten wird. In der Zusammenarbeit wird eine vertrauensvolle Erziehungs- und Bildungspartnerschaft angestrebt. Dabei werden die Eltern als unsere Partner angesehen, die mit uns zusammenarbeiten und den pädagogischen Prozess in der Einrichtung mitgestalten (Elternabende, Besuche in der Gruppe, Mitgestaltung bei Festen usw.). Für eine gute Kooperation mit den Eltern sind Grundhaltungen wie Offenheit, Geduld, Akzeptanz, Kontaktfreude, Toleranz, Vertrauen und Dialogbereitschaft, sowie partnerschaftliche Umgangsformen unverzichtbar. Der Austausch von Informationen ist dabei von großer Bedeutung, da er Transparenz schafft. Das heißt, die Eltern erfahren, wie sich der Alltag ihrer Kinder in der Einrichtung darstellt. Erzieherinnen erhalten Einblicke in die familiäre Situation und können so die Entwicklung besser beurteilen. Wir sind ständig im Gespräch und freuen uns, wenn die Eltern interessiert sind und aktiv am Kita-Leben teilnehmen. Um diese Zusammenarbeit zu pflegen und zu stärken, bieten wir folgende Formen der Elternarbeit in unserer Einrichtung an:

• Elterncafé
• Thematische Elternabende
• Elternnachmittage
• Feste (Frühlingsfest, Adventsnachmittag)
• Gemeinsam gestaltete Gottesdienste
• Regelmäßige Treffen mit dem Elternrat
• Rat der Tageseinrichtung
• Entwicklungsgespräche
• Elterngespräche nach Bedarf
• Informationsnachmittage für die Wackelzähne
• Informationsnachmittage für die neuen Eltern

 

Kooperationspartner und Öffentlichkeitsarbeit


Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim „Haus Gloria“ in direkter Nachbarschaft stellt einen wichtigen und beständigen Schwerpunkt in unserer pädagogischen Arbeit dar. Nicht jedes Kind kann kontinuierlichen Kontakt zu seinen Großeltern pflegen. Dabei ist die Begegnung zwischen den Generationen nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Kinder eine große Bereicherung. Im 14tägigen Rhythmus besuchen wir uns gegenseitig und singen, spielen und unterhalten uns miteinander. Auch bei Festen beider Institutionen besuchen wir uns und beteiligen uns am Rahmenprogramm. Es ist für beide Seiten ein Highlight gemeinsam Zeit zu verbringen und ein gegenseitiges Annähern und Verständnis der anderen Generation aufbauen zu können. Die Öffentlichkeitsarbeit ist in der Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Bochum-Nord integriert.

 

Stand: 1.1.2020